Hockenheim
29.04. - 01.05.2011

Zandvoort / NL
13.05. - 15.05.2011

Spielberg / A
03.06. - 05.06.2011

EuroSpeedway
17.06. - 19.06.2011

Norisring
01.07. - 03.07.2011

München
16.06. - 17.06.2011

Nürburgring
05.08. - 07.08.2011

Brands Hatch / GB
02.09. - 04.09.2011

Oschersleben
16.09. - 18.09.2011

Valencia / E
30.09. - 02.10.2011

Hockenheim
21.10. - 23.10.2011


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Starterlisten

Serien-Infos



Audi gewinnt am Samstag das Rennen der Marken
Bruno Spengler verläßt München als Sieger

Zum ersten Mal in der Geschichte der DTM wird ein Rennen in einem Stadion ausgetragen. Vom 15. bis 17. Juli kam die populärste internationale Tourenwagen-Rennserie in die Landeshauptstadt München um hier ihr Show-Event zu veranstalten, denn für dieses Rennen wird es keine Meisterschaftspunkte geben. Die DTM-Stars von Audi werden in einem K.O.-Modus gegen die Konkurrenz von Mercedes-Benz im Olympiastadion antreten, dort, wo bis 2005 der FC Bayern München und 1860 München ihre Heimspiele in der Fußball-Bundesliga austrugen und 1972 die Olympischen Sommerspiele stattfanden, dröhnen nun an diesem Wochenende die V8 starken Motoren mit ihren rund 470 PS. Die Strecke im Olympiastadion die exakt 1,192 Kilometer lang ist, wurde im April der gesamte Innenraum des Stadions asphaltiert. Der noch provisorisch mit Pylonen markierte Kurs konnte Anfang Juni der Audi-Pilot Filipe Albuquerque am Steuer des Audi A4 DTM erkunden.


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Das Rennen hier in München hebt sich durch viele Punkte vom "Race of Champions" ab. Die Fahrer sind hier nicht auf zwei getrennten Kursen, sondern auf ein und derselben Strecke unterwegs. Die DTM-Pilotinnen und Piloten fahren nicht mit zugelosten Autos, sondern mit ihren Einsatzfahrzeugen aus der DTM. Ab dem Viertelfinale ist dann auch noch ein Boxenstopp vorgeschrieben, der von maximal sechs Mechanikern durchgeführt werden darf. Bei zwei freien Tainingssitzungen haben die Fahrerinnen und Fahrer am Freitag Zeit, eine optimale Abstimmung für ihre Fahrzeuge zu finden. Am Samstag steht das "Rennen der Marken" auf dem Programm. Zunächst werden die Fahrer einer Marke gegeneinander antreten. Im Finale wird dann der beste Audi und der beste Mercedes-Pilot in zwei Läufen den Tagessieger ermitteln. Die besten acht Fahrer jeder Marke sind am Sonntag startberechtigt. Vom Achtelfinale an heißt es dann im K.O.-System jeweils Audi gegen Mercedes-Benz.


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Bruno Spengler (Mercedes-Benz Bank): "Nach meinem zweiten Saisonsieg in Nürnberg bin ich gespannt auf das Showrennen im Olympiastadion. München ist eine tolle Stadt und für uns Fahrer ist es etwas ganz Neues, in einem Stadion zu fahren - darauf freue ich mich sehr. Bei einem Test bin ich schon einmal im Olympiastadion gefahren und es hat richtig Spaß gemacht - obwohl wir nur im ersten und zweiten Gang fahren. Die Strecke ist kurz und langsam, also müssen wir unseren Fahrstil leicht umstellen, viel driften und ein bisschen aggressiver fahren als auf permantenten Rennstrecken. Die Zuschauer dürfen sich auf eine tolle Veranstalung einstellen. Es wird garantiert sehr laut und die Fans kommen ganz nah an die Autos heran. Wir werden versuchen, für sie die beste Show abzuliefern."

Martin Tomczyk (Audi Sport Team Phoenix): "Ich freue mich, dass man in München das Olympiastadion als Austragungsort gewählt hat. Das wird ein ganz tolles Ding! Vor allem, weil es ein neuer Austragungsmodus ist. Das K.O.-System hat schon einen Pretigecharackter im Fahrerlager. Ich bin noch keinem begegnet, der sich nicht darauf freut. Im Olympiastadion wie in einem Kessel zu fahren, ist eine faszinierende Situation. Und da es auch noch in meiner Heimat Bayern ist, ist es umso schöner."


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Timo Scheider (Audi Sport Team Abt): "Ich freue mich besonders auf Münchebn, denn das wird in dieser Arena etwas ganz Besonderes - und ich glaube, dass solche Konzepte eine gute Zukunft haben. Es wird eine ganz andere Veranstaltung, als wir sie jemals hatten. Ich finde die Idee gut, mitten in die Stadt zu den Fans zu gehen. Ich bin schon ein bisschen stadionerfahren durch die Stockcar-Crash-Challenge und anderer Einsätze, wo man inmitten von 40.000, 50.000 oder 60.000 Zuschauern fährt. Ich hoffe, dass wir diese aus dem Fußball bekannte Stadionatmosphäre auch ein bisschen in die DTM transportieren können. Dann sehen wir gut gelaunte Fahrer, die vielleicht über das Limit gehen. Es gibt keine Punkte, aber es will trotzdem jeder der Erste sein. Wir werden sicher spektakuläre Szenen sehen mit Donuts und allem, was dazugehört. Wir wissen nicht genau, was uns erwartet, aber wir freuen uns riesig und ich hoffe, dass ich die erste La-Ola-Welle anstimmen daf."


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Norbert Haug (Mercedes-Benz Motorsportchef): "Die DTM war immer innovativ und hat Neues gewagt und geschafft. Jetzt folgt ein ganz großer Schritt, indem die DTM ins Stadion geht - und in kein weniger ruhmreiches als das Münchener Olympiastadion. Den Zuschauern wird dort hautnah Motorsport geboten, ein Musikprogramm vom Allerfeinsten und obendrein Demonstrationsrunden von Nico Rosberg im Formel 1-Silberpfeil. Wir alle freuen uns auf diese Premiere in München. Und wenn es auch keine Meisterschaftpunkte gibt - es wird gefahren werden, was das Zeug hält und ich kenne keinen Fahrer, der nicht erster DTM Indoort-Champion werden will."

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Es ist toll, dass wir in München mit der DTM und der ARD als Partner einen Show-Event durchführen können. Ich bin überzeugt, dass wir dabei auch Fans gewinnen können, die sonst vielleicht nicht zu einem DTM-Rennen gehen würden. Auch wenn es in München nicht um Puntkte für die Meisterchaft geht, ist es eine wichtige Veranstalung für Audi, die wir sehr ernst nehmen und bei der wir unsere Marke gut präsentieren wollen. Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen, um die DTM mitsamt ihrem umfangreichen Rahmenprogramm zu genießen."


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Im ersten freien Training am Freitagvormittag von 11.10 Uhr bis 13.25 Uhr traten zunächst die Audi-Piloten gegeneinander an. Hier konnte sich von den neun Fahrerinnen und Fahrer der Schwede Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) mit einer Zeit von 55.542 Sekunden gegenüber seiner Konkurrenz durchsetzen. Hinter ihm lagen Miguel Molina (Audi Sport Team Abt Junior) und Oliver Jarvis (Audi Sport Team Abt). Dieser hatte im nachhinein das Fahrzeug in die Betonmauer gesetzt und hatte danach einen Radaufhängungsschaden zu verzeichnen. Von einem kleinen Ausrutscher waren auch Mike Rockenfeller(Audi Sport Team Abt Sportline) auf Platz sieben und Fahel Frey (Audi Sport Team Phoenix) Rang sechs nicht verschont geblieben. Die Ränge vier, acht und neun nahmen Filipe Albuquerque (Audi Sport Team Rosberg), Timo Scheider (Audi Sport Team Abt) und Martin Tomczyk (Audi Sport Team Phoenix) ein.


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Nachdem die Marke mit den Ringen fertig war, mussten nun die ganzen Mercedes-Pilotinnen und Piloten gegeneinander antreten. Gegenüber den Audi-Fahrerinnen und Fahrern wurden die Zeiten hier schneller. Der schnellste Pilot war hier der Brite David Coulthard (Deutsche Post AMG Mercedes) mit einer Zeit von 55.170 Sekunden, gefolgt von Ralf Schumacher (Salzgitter AMG Mercedes) und Bruno Spengler (Mercedes-Benz Bank AMG). Auf den Plätzen vier bis neun kamen Christian Vietoris (Junge Sterne AMG Mercedes), Gary Paffett (THOMAS SABO AMG Mercedes), Renger van der Zande (stern AMG Mercedes), Jamie Green (AMG Mercedes), Maro Engel (GQ AMG Mercedes) und Susie Stoddart (TV Spielfilm AMG Mercedes). Auch Maro engel hatte einen leichten Ausrutscher.


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Von 14.30 Uhr bis 16.45 Uhr stand dann das zweite freie Training auf dem Programm. Wiederum wurden die Zeiten schneller. In dieser Session wurde die Pilotinnen und Piloten mit dem Stern als erste auf die Reise gegeneinander geschickt. Gary Paffett war mit einer Zeit von 54,630 Sekunden der schnellste im Feld, gefolgt von Ralf Schumacher und David Coulthard. Die Ränge vier bis acht nahmen Jamie Green, Renger van der Zande, Christian Vietoris, Bruno Spengler und Susie Stoddart ein. Danach ging es dann für die Fahrerinnen und Fahrer von Audi wieder von vorne los. Hier setzte sich wiederum Mattias Ekström mit einer Zeit von 54.593 Sekunden gegenüber seiner Konkurrenz durch. Rang zwei und drei nahmen Miguel Molina und Timo Scheider ein. Mike Rockenfeller, Edoardo Mortara, Rahel Frey, Martin Tomczyk, Filipe Albuquerque und Oliver Jarvis nahmen die Ränge vier bis neun ein.


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Das Zeittraining (Prolog), welches am Samstagmorgen bei herrlichstem Sommerwetter statt fand in denen die Marken wiederum intern gegeneinander fuhren, hatte sich bei Mercedes Ralf Schumacher nach drei absolvierten Runden mit einer Zeit von 2:48,319 Minuten gegenüber allen anderen durchgesetzt. Rang zwei und drei nahmen Bruno Spengler und Gary Paffett ein. Christian Vietoris, David Coulthard, Renger van der Zande, Jamie Green, Maro Engel und Susie Stoddart belegten die nachfolgenden Plätze. Nach dieser Session ging dann Audi hinaus. Für Miguel Molina war schon nach kurzer Zeit Schluß, denn er hatte das Auto in die Mauer gesetzt. Als schnellster Fahrer war hier der Italiner Edoardo Mortara mit einer Zeit von 2:48,356 Minuten unterwegs, gefolgt von Mattias Ekström und Mike Rockenfeller. Die Ränge vier bis acht belegten dann Oliver Jarvis, Martin Tomczyk, Filipe Albuquerque, Timo Scheider und Rahel Frey.


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Am Mittag stand dann das Achtel-, Viertel- und Halbfinale auf dem Programm. Hier wurde im markeninternen K.O.-System der schnellste Audi- und Mercedes-Pilot ermittelt. Diese fuhren dann in zwei Läufen mit je fünf Runden, inklusive Pflichtboxenstopps, den Tagessieg aus. Das Achtelfinale konnte bei Audi Mattias Ekström mit einer Zeit von 2:48,463 Minuten nach drei Runden für sich verbuchen. Bei Mercedes war Michael Schumacher mit einer Zeit von 2:47,908 Minuten der Schnellste. Im Viertelfinale hatte sich dann Edoardo Mortara mit einer Zeit von 3:51,610 Minuten gegenüber seinen Kollegen durchgesetzt. Mit einer Zeit von 3:49,100 Minuten nach vier Runden wurde Bruno Spengler bei den Mercedes-Pilioten als bester Fahrer abgewunken. Auch im Halbfinale hatte sich der Audi-Fahrer Edoardo Mortara wiederum durchsetzen können. Er fuhr eine Zeit von 3:54,434 Minuten. Genauso war es auch bei den Herren mit dem Stern aus. Bruno Spengler hatte für alle anderen eine Zeit von 3:52,885 Minuten gesetzt.


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Das Finale wurde dann am Samstagmittag ausgefahren. In einem spannenden Zweikampf sicherte sich Bruno Spengler hinter Edoardo Mortara in zwei Läufen mit jeweils fünf Runden und zwei Boxenstopps den zweiten Platz mit einer Gesamtzeit von 9:26,205 Minuten. Sieger wurde der italienische DTM-Neuling Edoardo Mortara. Er fand auf der engen Strecke mit sechs rechts und vier Linkskurven sowie zwei Schikanen die beste Mischung aus Beschleinigung, Idelallinie und Bremsen. Am Sonntag heißt es dann: Audi gegen Mercedes. Anhand der Platzierung vom Samstag ergeben sich die Paarungen für die Läufe am Sonntag.


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Edoardo Mortara (Playboy Audi A4 DTM), Platz 1: "Ein fantastischer Tag! Wir waren heute super schnell. Alle haben eine tolle Leistung gezeigt. Auch wenn es dafür keine Meisterschaftspunkte gibt, freue ich mich sehr über meinen ersten Sieg in der DTM. Aber noch mehr freue ich mich für meine Jungs und das Team Rosberg. Das Finale war toll. Bruno (Spengler) war sehr schnell und die Abstände eng."

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Ein schöner Erfolg für das Team und für Edo (Mortara). Sie haben einen guten Job gemacht. Es war sehr, sehr eng. Aber am Ende hat sich Edoardo ganz knapp durchgesetzt - auch dank des Teams und der tollen Boxenstopps. Wir wissen alle, dass es hier extrem eng zugeht. Die elf Tausendstel beim vorletzten Rennen haben gezeigt, wie knapp es ist. Aber Edoardo hat sich im letzten Durchgang kontinuierlich einen kleinen Vorteil herausgearbeitet, der den Unterschied gemacht hat."


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Bruno Spengler (Mercedes-Benz Bank AMG C-Klasse): "Es hat mir heute sehr viel Spaß gemacht. Das Finale war richtig eng, da ging es um Tausendstelsekunden. Edoardo und ich lagen lange Zeit gleichauf - ich habe alles gegeben. Vielen Dank an mein Team, sie haben tolle Arbeit geleistet und die Boxenstopps waren perfekt. Ich freue mich schon auf den zweiten Tag beim Show-Event in München."

Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef: " "Die Idee, mit der DTM ins Münchner Olympiastadion zu gehen, ist voll aufgegangen. Die Zuschauer haben sich bestens unterhalten und ich hörte beim Gang durch die Besucherränge sehr oft: "...eine Super-Veranstaltung habt Ihr hier gemacht." Ich denke, hier sind sehr viele Besucher, die die DTM zum ersten Mal live sehen und hier viel Geschmack an diesem Sport finden. Danke an die Münchener Organisatoren, die ITR und den DMSB, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben und Glückwunsch an Edoardo Mortara und Audi zum ersten DTM-Final-Sieg im Stadion. Morgen geht´s weiter und es wird spannend werden."


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Vobn 10.00 Uhr bis 10.20 Uhr stand dann das Relegationsrennen an. Hier traten bei Audi Miguel Molina gegen Rahel Frey an. Nach drei absolvierten Runden war der Spanier mit einer Zeit von 2:57,010 Minuten schneller als seine Markenkollegin. Danach machten sich dann die zwei Mercedes-Driver mit Susie stoddart und Maro Engel bereit. Hier konnte sich die Dame mit einer Zeit von 2:54,437 Minuten gegenüber ihrem männlichen Markenkollegen durchsetzen.


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Am Sonntagmittag gingen dann als erste Edoardo Mortara von Audi zusammen mit Susie Stoddart von Mercedes auf die Strecke hinaus und traten gegeneinander an. Hier konnte sich am Schluß der Italiener mit einer Zeit von 2:54,094 Minuten durchsetzen. David Coulthard gegen Filipe Albuquerque waren das nächste Gespann auf der Strecke. Nach der ersten Runde hatte David Coulthard 9/10 Sekunden Vorsprung. Nach der zweiten Runde hatte der Brite bereits einen Vorsprung von 1,1 Sekunden. Am Schluß hatte sich David Coulthard gegenüber dem Portugiesen durchsetzen können. Er hatte eine Zeit von 2:50,838 Minuten gefahren. Das dritte Paar auf der Strecke war dann Mattias Ekström und Gary Paffett. Der Schwede konnte nach zwei Runden einen Vorsprung von 1,3 Sekunden aufweisen. Als die Zielflagge kam wurde Mattais Ekström als Sieger mit einer Zeit von 2:50,361 Minuten abgewunken.


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Als nächste schickte man dann für Mercedes den Niederländer und Rookie Renger van der Zande und für Audi den zweifachen Champion Timo Scheider hinaus auf die 1,192 Kilometer lange Bahn. Der Rookie schenkte dann dem Champion nach der ersten Runde bereits 7/10 Sekunden ein. Eine Runde weiter hatte der Niederländer diesen auf 1,4 Sekunden ausgebaut. Am Ende hatte sich Renger van der Zande mit 2,4 Sekunden Vorsprung eine Runde weiter gebracht. Damit stand es jetzt 2:2 für Audi und Mercedes. Danach kamen aus den Katakomben Mike Rockenfeller und Christian Vietoris hinaus. Eine halbe Sekunde Vorsprung hatte Christian Vietoris gegenüber Mike Rockenfeller herausgefahren. Auch die zweite Runde ging an den Mercedes-Piloten. Mit 1,8 Sekunden schlug Christian Vietoris Mike Rockenfeller.


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Das nächste Duell lautete Ralf Schumacher gegen den Lokalmatador Martin Tomczyk aus Rosenheim. Bereits in der ersten Runde war für Ralf Schumacher die Sache gegessen, denn er war zu sehr gerutscht und knallte dann mit der Fahrerseite in die Mauer. Damit war Martin Tomczyk eine Runde weiter. Nachdem man das Fahrzeug von Ralf Schumacher entfernt hatte ging es für Oliver Jarvis gegen Jamie Green los. Letzterer ging hier sehr sehr vorsichtig zur Sache, nachdem er am Freitag in die Mauer eingeschlagen war. Im nachhinein bedeutete das nach der ersten Runde einen Rückstand für Audi von 3,3 Sekunden. Jamie Green baute seinen Vorsprung weiter aus und nach drei Runden hatte er sich mit einem Vorsprung von 9,0 Sekunden durchgesetzt. Als letzte wurden Bruno Spengler und Miguel Molina auf die Reise geschickt. Der Mercedes-Pilot hatte sich mit 1,2 Sekunden Vorsprung bereits in der ersten Runde von Miguel Molina absetzen können. Auch die zweite Runde ging an Bruno Spengler. Am Ende war er dann 1,4 Sekunden schneller als der Audi-Pilot.


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Von 13.55 Uhr bis 14.25 Uhr stand dann das Viertelfinale auf dem Programm. Als erste mußten David Coulthard gegen Edoardo Mortara gegeneinander antreten. Nach der ersten Runde führte der Audi-Pilot mit einem Vorsprung von 0,4 Sekunden. Auch in der zweiten Runde hatte Edoardo Mortara die Nase vorne. Wenig später schlug David Coulthard zunächst innen und dann außen in die Mauer. Es dauerte nun etwas bis man das Fahrzeug von der Strecke gebracht und diese gesäubert hatte. Danach konnte es mit der Paarung Renger van der Zande Mattias Ekström weiter gehen. Vier Runden mit einem Boxenstopp standen nun für diese beiden an. Nach der ersten Runde war der Niederländer mit 0,1 Sekunden schneller als der Schwede. Im nachhinein erhielt Mattias Ekström dann eine Strafe von zwei Sekunden wegen durchdrehender Räder vor der grünen Linie. Der Boxenstopp bei Mattias Ekström dauerte 3,2 Sekunden. Bei dem Niederländer blieb die Uhr bei 3,4 Sekunden stehen. Am Schluß hatte Mattias Ekström zwar mit einer Sekunde Vorsprung gewonnen, bekam dann aber die Strafe von zwei Sekunden aufgebrummt und damit war Renger van der Zande weiter.


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Nun trat Christian Vietoris gegen Martin Tomczyk auf der engen Strecke an. Der Audi-Pilot verschlief etwas den Start und dies bedeutete nach der ersten Runde hatte Christian Vietoris einen Vorsprung von 1,3 Sekunden. Auch im zweiten Umlauf konnte der Mercedes-Fahrer seinen Vorsprung weiter ausbauen. Beim Boxenstopp hatte die Audi-Crew mit 2,5 Sekunden gegenüber 3,3 Sekunden von Mercedes die Nase vorne. Doch die Zeit nutzte nichts, denn Christian Vietoris war schneller als Martin Tomczyk, der damit ausgeschieden war. Damit waren bis zum jetzigen Zeitpunkt zwei Audi-Fahrer ausgeschieden. Beim nächsten Duell war es ein reines Mercedes-Duell und zwar trat Jamie Green gegen Bruno Spengler an. Beide kamen nicht ganz ideal weg. Mit einem knappen Vorsprung von 0,4 Sekunden war Jamie Green nach der ersten Runde am schnellsten unterwegs. Im Verlauf der dritten Runde war Jamie Green sehr unruhig unterwegs, dies kostete ihm Zeit. Nach dieser Runde hatte Bruno Spengler das Zepter in der Hand. Sein Vorsprung betrug 0,7 Sekunden bevor sie zum Boxenstopp kamen. Der Stopp bei Bruno Spengler dauerte 3,6 Sekunden. Der von Jamie Green aber nur 3,3 Sekunden. In der letzten Runde hatte Jamie Green dann noch einiges zulegen können und gewann mit 0,3 Sekunden Vorsprung. Am Ende hatte er dann von der Rennleitung eine 5,0 Sekunden-Strafe wegen Überschreitung des Speedlimits in der Boxengasse erhalten. Damit war der Canadier weiter gekommen.


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Nach einer kurzen Pause stand dann das Halbfinale an und hier musste als erster Renger van der Zande gegen Edoardo Mortara gegeneinander antreten. Der Audi-Pilot legte einen guten Start hin und hatte sich nach der ersten Runde nur einen ganz knappen Vorsprung von 0,3 Sekunden herausgefahren. Diesen hatte er beim nächsten Umlauf auf 0,4 Sekunden ausgebaut. Mit einem Boxenstopp von 2,8 Sekunden wurde Edoardo Mortara abgefertigt. Renger van der Zande stand etwas länger. Er konnte erst nach 3,7 Sekunden losfahren. Wenig später hatte er etwas zuviel riskiert und schrappte etwas an der Mauer entlang. Mit einem Vorsprung von 1,1 Sekunden zog Edoardo Mortara ins Finale ein. Die zweite Paarung hieß nun Bruno Spengler gegen Christian Vietoris. Bruno Spengler hatte einen guten Start und war beim ersten Umlauf mit 0,2 Sekunden schneller als sein Kontrahent. Als es zum Boxenstopp ging hatte der Canadier einen Vorsprung von 1,3 Sekunden. Mit 2,9 Sekunden war der Boxenstopp bei Bruno Spengler sehr gut. Hingegen hatte bei Christian Vietoris nichts so richtig geklappt, denn er konnte erst nach 4,8 Sekunden wieder hinausfahren. Mit einem Vorsprung von 3,7 Sekunden konnte auch Bruno Spengler ins Finale einziehen.


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Im Finale standen sich nun Edoardo Mortara und Bruno Spengler entgegen. Diese beiden müssen fünf Runden und einen Boxenstopp absolvieren. Minimal kam Edoardo Mortara beim Start besser weg. Der Italiener machte in der ersten Runde einen ganz kleinen Fehler und dies versuchte Bruno Spengler sofort auszunutzen. Am Ende des ersten Umlaufs hatte Edoardo Mortara nur einen ganz knappen Vorsprung von 0,1 Sekunden. Beide waren am Limit unterwegs. Nach zweieinhalb Runden machte sich die Crew zum Boxenstopp bereit. Sie kamen fast gleichzeitig in die Box. Der Stopp für Bruno Spengler betrug 3,2 Sekunden, der seines Kontrahenten 3,1 Sekunden. Jetzt standen noch zwei Runden an, um den Sieger zu küren. Nach vier gefahrenen Runden hatte der Canadier einen Vorsprung von 0,5 Sekunden. In der letzten Runde riskierte Edoardo Mortara in der Schikane zuviel, blieb hängen und schlug dann in die Mauer ein. Er stieg dann aus dem Auto aus und damit wurde Bruno Spengler als Sieger gekürt.


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Bruno Spengler (Mercedes-Benz Bank AMG C-Klasse): "Ein Sieg beim ersten DTM Show-Event im Münchner Olympiastadion: Das ist großartig! Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, auf dieser Strecke und bei einer so fantastischen Stimmung zu fahren. Der Kurs ist klasse und jedes Rennen war wahnsinnig eng. Das war heute die Revanche für das Samstagsfinale gegen Edoardo Mortara. Ich habe mich sehr gefreut, so viele Zuschauer hier im Stadion zu sehen - hoffentlich kommen sie bald wieder zur DTM."

Edoardo Mortara (Playboy Audi A4 DTM), Finale: "Ein fantastisches Wochenende mit den Plätzen eins und zwei. Ich hätte heute gerne wieder gewonnen. Ich war am Limit, aber Bruno (Spengler) war nicht zu schlagen. Ich hoffe, bei den nächsten Rennen diese Resultate wiederholen zu können. Ich bin enttäuscht, dass ich das Auto beschädigt habe, denn unser Aufgabe war, nicht zu viel kaputt zu machen."

Renger van der Zande (stern AMG Mercedes C-Klasse): "Die DTM-Premiere in München war eine tolle Veranstaltung. Die Stimmung war klasse und ich freue mich wahnsinnig, dass ich nach dem Samstag auch am Sonntag auf dem Podium gestanden habe. Ich fuhr am Limit, leider hat es knapp nicht für das Finale gereicht, aber ich bin nicht enttäuscht - schließlich nehme ich zwei Trophäen mit nach Hause. Ich hoffe, dass ich den Schwung von diesem Wochenende in die zweite Saisonhälfte mitnehmen kann."


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Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef: "Eine erstklassige Veranstaltung mit erstklassigen Zuschauern und einem erstklassigen Sieger. Bruno Spengler hat hier verdient gewonnen und kann sich "Erster DTM-Indoor-Champion" nennen - auch wenn dieser Titel nicht ausgeschrieben ist: Sehr gut gemacht, Bruno. Mein Dank geht an alle, die dieses so spezielle Rennen möglich gemacht haben, an die Verantwortlichen des Olympiaparks, die Mut bewiesen haben und dafür belohnt wurden, an die ITR und den DMSB und natürlich an alle unsere Teammitglieder, die sehr hart für diesen Einsatz gearbeitet haben - und nach diversen Mauerkontakten hier auch weiterhin hart werden arbeiten müssen. Wir freuen uns nun auf das nächste DTM-Rennen in drei Wochen auf dem Nürburgring."

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef) : "Es war spannend bis zum Schluss. Es war auch spannend zu beobachten, dass an beiden Tagen ein unterschiedlicher Ausscheidungsmodus lief, aber jeweils die gleichen Fahrer bis ins Finale kamen. Es war bis zum Ausfall von Edo (Mortara) genauso eng. Es war alles drin. Eines ist aber ganz sicher: Dieser DTM-Show-Event war Werbung für den Motorsport vom Feinsten."

Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!!


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