Hockenheim
29.04. - 01.05.2011

Zandvoort / NL
13.05. - 15.05.2011

Spielberg / A
03.06. - 05.06.2011

Nürburgring / 24h
17.06. - 19.06.2011

Norisring
01.07. - 03.07.2011

Nürburgring
05.08. - 07.08.2011

Oschersleben
16.09. - 18.09.2011

Hockenheim
21.10. - 23.10.2011


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



International besetztes Siegerpodest
Neueinsteiger gewinnt den zweiten Lauf

Die Rennfahrerschuhe sind poliert und die Sinne geschärft: In Hockenheim fällt am Wochenende der Startschuss für eine neue packende Saison im SEAT Leon Supercopa. Die diesjährige Saison des SEAT Leon Supercopa dürfte ganz besonders spannend werden, denn schon vor dem ersten Rennen wird die Meisterfrage heiß diskutiert: "Mister Markenpokal" Thomas Marschall strebt den Titel, es wäre sein vierter, genauso an wie sein Zögling und Teamkollege Max Sandritter. Auch der Tscheche Petr Fulin, Stian Paulsen aus Norwegen sowie Christian Bebion werden sicher ein Wörtchen mitreden. Und vielleicht kommt es ja am Ende auch ganz anders, für die ein oder andere Überraschung war der SEAT Leon Supercopa schließlich schon immer gut.

Die Saison 2011 ist mit Höhepunkten für Fahrer und Fans regelrecht gepflastert: Ein spezielles Förderprogramm für die Teilnehmer unter 26 Jahren, die neue Strecke im österreichischen Spielberg und der zweite Auftritt im Rahmen des teilnehmerstärksten Langstreckenrennens der Welt sorgen für zusätzliche Spannung. Und der schon sprichwörtliche Schuss Glamour dank der illustren Gäste und VIP-Fahrer aus Sport, Film und Fernsehen machen den SEAT Leon Supercopa 2011 sowohl auf als auch abseits der Strecke wieder zu etwas Besonderem.

Von 13.45 Uhr bis 14.15 Uhr nahmen die 15 Fahrer ihr freies Training bei trockenem und warmen Wetter unter die Räder. Mit nur acht gefahrenen Runden konnte sich Mister Markenpokal Thomas Marschall (Team Marschall) mit einer Zeit von 1.52,965 Minuten gegenüber seiner Konkurrenz durchsetzen und war damit der schnellste Pilot im Feld. Hinter ihm lagen der Südafrikaner Shane Williams und der Ungar Gabor Weber (T.A.C. Race Solutions). Mario Dablander und Christian Bebion, die Piloten von HWRT e.V./HRS mussten sich mit den Plätzen sieben und zehn zufrieden geben.

Ihr entscheidendes Qualifying mussten die Piloten am Samstagmittag bei sehr warmen Wetter in Angriff nehmen. Gegenüber gestern wurden die Zeiten schneller. Zunächst einmal wechselten die Führungspositionen. In der Schlußphase hatte sich Thomas Marschall an die Spitze gesetzt, gefolgt von Shane Williams und Michal Slomian. 15 Sekunden vor Schluß wurde das Zeittraining mit der roten Flagge abgebrochen, da Mathew Hodges in der Nordkurve ins Schlingern geriet und danach einen heftigen Ablug zu verzeichnen hatte, mit der Folge das er in die Mauer einschlug. Er konnte aber unverletzt aus dem Fahrzeug steigen. Die Pole Position hatte sich Thomas Marschall nach dreizehn Runden mit einer Zeit von 1:52,594 Minuten geholt, gefolgt von Shane Williams und Michal Slomian. Mario Dablander und Christian Bebion werden das Rennen von den Plätzen acht und zwölf aus aufnehmen. Mathew Hodges wird am Nachmittag nicht am Rennen teilnehmen können, denn sein Fahrzeug hatte einen Totalschaden erlitten.

Christian Bebion (Hammel Rennsport Service): "Ich bin überhaupt nicht zurecht gekommen und keinen Bremspunkt richtig gefunden. Die Strecke hatte sich verändert und hatte einen anderen Grip. Wahrscheinlich liegt es an den Wechsel des Reifenpartners der DTM von Dunlop auf Hankook."

Ihr erstes Rennen mussten die Fahrer am Samstagnachmittag um 16.15 Uhr unter die Räder nehmen. Der Start funktionierte ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte das weit gefächerte Feld in die erste Kurve. Sehr diszipliniert ging es hier hindurch. Zu dritt schaffte man es sogar durch die Spitzkehre zu kommen. Nach der ersten Runde führte Thomas Marschall mit einem Vorsprung von 1,2 Sekunden vor Shane Wlliams und Michal Slomian. Unterdessen stand Stian Paulsen eingangs Motodrom neben der Strecke auf dem Gras und musste dort das Rennen früher beenden als geplant. Einen harten Kampf trugen Alexander Rambow und Elia Erhart aus. Im Verlauf der zweiten Runde erhielt Thomas Marschall eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts. Mario Dablander und Christian Bebion befanden sich auf den Rängen zehn und elf. Der Tiroler hatte zwei Plätze eingebüst und sein Teamkollege Christian Bebion konnte einen Rang gut machen.

Zwischenzeitlich hatte Michal Slomian seinen dritten Platz an Gabor Weber abgeben müssen. Letzterer hatte nach vier gefahrenen Runden eine Armada von vier Fahrzeugen im Schlepptau. Nach dieser Runde kam Thomas Marschall herein und trat seine Durchfahrtsstrafe an und musste sich nun dem Feld hinten wieder anschließen. An der Spitze führte nun Shane Williams mit einem Vorsprung von 4,2 Sekunden. In der Spitzkehre hatte Michal Slomian einen Fehler gemacht und zwar nachdem er sich zuvor an Maximilian Sandritter angelehnt hatte, verpasste er jetzt den Bremspunkt und verlor dadurc seinen dritten Platz. Er musste sich auf Rang fünf wieder einreihen. Die Plätze drei und vier nahmen nun Maximilian Sandritter und Petr Fulin ein. Überall wurden harte Positionskämpfe ausgetragen.

Petr Fulin auf Platz vier fahrend durfte sich keinen Fehler erlauben, denn hinter ihm lagen gleich sechs Fahrzeuge. In diesem Pulk ging es mächtig zur Sache. Andreas Pfister auf Platz acht musste sich harten Attacken des Tirolers Mario Dablander erwehren. Hier kam es auch in der zehnten Runde zu einer leichten Berührung. Direkt dahinter fuhr Christian Bebion. Der Führende konnte sich Runde um Runde weiter vom Feld absetzen. Bei noch elf Minuten zu fahrender Zeit war er mit 5,2 Sekunden auf und davon gefahren. Thomas Marschall war unterdessen auf einer Aufholjagd unterwegs. Einen Platz hatte er schon gut machen können. Er versuchte jetzt den Anschluß an Daniel Hadorn zu bekommen. In der letzten Runde ging es zwischen Daniel Hadorn und Thomas Marschall um Platz elf mächtig zur Sache. Mister Markenpokal versuchte es immer wieder sich neben seinen Vordermann zu setzen und ihn dann niederzuringen. Sieger nach vierzehn Runden wurde Shane Williams mit einem Vorsprung von 6,1 Sekunden vor Gabor Weber und Maximilian Sandritter. Mario Dablander, Christian Bebion und Thomas Marschall wurden auf den Rängen neun, zehn und zwölf abgewunken.

Shane Williams, Sieger (A2 Autowelt / Burgmann Racing): "Ich habe mich auf die Ampeln konzentriert und dabei registriert, dass Thomas sich leicht mit seinem Auto bewegt hat. Danach war es nicht so einfach, die Ruhe zu bewahren, aber das zumindest ist mir gut gelungen. Nachdem ich realisiert hatte, dass Thomas zu einer Durchfahrtsstrafe reinkommen musste, war das Rennen für mich praktisch schon gelaufen. Einzig die neu eingebauten Bremsscheiben haben mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Aber letztlich haben sie prima funktioniert."

Gabor Weber, Zweiter (Logiplus by T.A.C. Race Solutions): "Zunächst einmal hing ich hinter Slomian fest. Erst in der zweiten Runde konnte ich ihn überholen. Das haben Marschall und Williams natürlich ausgenutzt. Als ich dann per Funk gehört hatte, dass Marschall für einen Frühstart mit einer Durchfahrtsstrafe belegt wird, wusste ich, dass ich nun Platz zwei inne hatte. Das war mehr als ich in meinem ersten Rennen erhofft habe."

Maximilian Sandritter, Dritter (Team Marschall): "Nachdem ich mich schon in der ersten Runde auf Platz fünf vorfahren konnte, war ich eigentlich zufrieden. Dann aber stellte ich schnell fest, dass mein Kollege Slomian recht langsam unterwegs war. Nachdem ich ihn ein wenig nervös gemacht habe, kam auch prompt sein Fehler beim Anbremsen zur Spitzkehre."

Christian Bebion (Hammel Rennsport Service): "Der Speed war in Ordnung aber das komplette Feld ist über die Distanz die gleichen Zeiten gefahren. Meinen Teamkollegen habe ich nicht mit letzter Konsequenz angegriffen. Man hat an Thomas Marschall, der Polesetter des Rennens gesehen, dass er nach der Durchfahrtsstrafe auch nicht nach vorne gekommen ist. Derzeit scheint das Qualifying wirklich entscheidend für die Rennen zu sein."

Nach der DTM mussten die Fahrer dann ihren zweiten Lauf hinter sich bringen. Wie schon am Vortag fand auch dieser bei strahlendem Sonnenschein statt. Da die ersten sechs Fahrer vom ersten Lauf ihre Positionen tauschen, stand diesmal Michal Slomian auf der Pole-Position, gefolgt von Alexander Rambow und Petr Fulin. Auch dieser Start funktionierte ohne Probleme. Der Pole-Setter konnte seine Position behaupten, wurde zwar sofort von Alexander Rambow attackiert, doch dieser musste zuerst einmal zurückstecken. Wenig später war Shane Williams schon etwas auf Abwegen unterwegs. In der Spitzkehre war Mario Dablander in Schwierigkeiten geraten, nachdem er zuvor von einem Konkurrenten angeschubst wurde, mit der Folge das er sein Fahrzeug nicht mehr auf der Strecke halten konnte und dort dann in die Mauer einschlug und das Rennen vorzeitig beenden musste. Nach der ersten Runde führte Michal Slomian vor Maximilian Sandritter und Petr Fulin.

In der zweiten Runde ging es zwischen Alexander Rambow und Shane Williams mächtig zur Sache. Dort wurde auch schon etwas der Lack ausgetauscht. Wenig später war dann der Südafrikaner ins Aus geschickt worden und hatte sich dabei die Felge beschädigt. Thomas Marschall befand sich auf Rang sieben. Shane Williams kam dann wenig später in die Box. Christian Bebion hatte unterdessen einen Platz eingebüst. An der Spitze hatte sich der Pole mit 1,0 Sekunden auf und davon gemacht. Mehrere Piloten erhielten von der Rennleitung eine Verwarnung wegen Verlassens der Strecke. Von dieser Strafe betroffen waren: Petr Fulin, Stian Paulsen, Thomas Marschall und Elia Erhart. Im Verlauf der sechsten Runde hatte Thomas Marschall Gabor Weber niedergerungen und dessen sechsten Platz eingenommen. Zur gleichen Zeit war für Daniel Hadorn das Rennen früher beendet als geplant, denn er war zu seiner Box zurück gekehrt.

Die ersten fünf Piloten fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Danach riss das Feld mit über vier Sekunden erst einmal ab. Harten Attacken musste sich Thomas Marschall von Gabor Weber erwehren. Rundenlang behackten sich diese beiden. Mister Markenpokal musste absolute Kampflinie fahren. Stian Paulsen auf Platz zehn fahrend versuchte den Anschluß an Felipe Fernandez Laser zu bekommen. Daniel Hadorn der die Box aufgesucht hatte, konnte wenig später diese noch einmal verlassen, war dann aber in der zehnten Runde mit einem nicht mehr fahrbaren Fahrzeug unterwegs. Wenig später löste sich sein Fahrzeug im Bereich der rechten Frontpartie in seine Einzelteile auf und er beendete das Rennen neben der Strecke. Zur gleichen Zeit erhielt Thomas Marschall in der Spitzkehre einen kleinen Schubser von Gabor Weber. In der elften Runde musste Mister Markenpokal den Ungarn ziehen lassen.

An der Spitze war der Vorsprung von Michal Slomian geschrumpft, denn Maximilian Sandritter war bis auf 0,7 Sekunden an ihn herangekommen. Im Verlauf der dreizehnten Runde hatte eingangs Motodrom Gabor Weber zuviel riskiert, mit der Folge das er in den Kies schoß und dies konnte Thomas Marschall im nachhinein ausnutzen und holte sich seinen sechsten Platz wieder zurück. Sieger nach vierzehn Runden wurde Michal Slomian vor Maximilian Sandritter und Petr Fulin. Thomas Marschall und Christian Bebion beendeten das Rennen auf den Rängen sechs und elf.

In der Meisterschaft führt Maximilian Sandritter mit 31 Punkten, gefolgt von Michal Slomian mit 28 und Petr Fulin mit 26 Punkten.

Michal Slomian, Sieger (Aust Motorsport): "Mit solch einem Erfolg habe ich natürlich nicht gerechnet. Aber nach einem guten Start konnte ich die Führung ohne größere Probleme verteidigen. Gestern habe ich noch die Bremsen überfahren. Heute konnte ich meine Bremsen sogar schonen. Das lässt hoffen für die nächsten Rennen."

Maximilian Sandritter, Zweiter (Team Marschall): "Von Platz vier habe ich nach einem guten Start gleich in der ersten Kurve den vor mir fahrenden Alexander Rambow überholt. Danach gab es einen harten Fight inklusive Berührung mit Petr Fulin, den ich für mich entscheiden konnte. Für einen Angriff auf Slomian hätte ich zu viel riskieren müssen. Die Punkte für Platz zwei waren mir wichtiger."

Petr Fulin, Dritter (GAG Racing): "Nach gravierenden Problemen am Samstag – wir haben vorsichtshalber den Motor gewechselt – lief es am Sonntag wesentlich besser. Deshalb bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden."

Christian Bebion, Elfter (Hammel Rennsport Service): "Natürlich hatte ich mir mehr vorgenommen aber wenn die Mitstreiter dir permanent ins Auto fahren und dich umdrehen hat man keine Chance auf die vorderen Plätze. Zumindesten hat sich Hadorn entschuldigt."

Shane Williams, Zwölfter (A2 Autowelt / Burgmann Racing): "Das Siegerauto war richtig gut aufgebaut. Selbst nach der Kollision, was mir wertvolle Meisterschaftspunkte kostet, ging das Auto richtig gut. Nach einer Berührung mit Rambow ist die Felge gebrochen und der Reifen wurde aufgeschlitzt. Ich konnte sich noch in die Box retten. Dort wechselte man schnell das Rad und ich eilte dem Feld hinterher. Mit verstellter Achsgeometrie konnte ich noch die schnellste Rennrunde im Starterfeld fahren und war 3-6/10 Sekunden schneller als der Rest des Feldes. Ich freue mich auf Zandvoort und hoffe das viele Fans aus Duisburg kommen."

Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!!


CS