Paul Ricard / F
01.04. - 03.04.2011

Hockenheim
29.04. - 01.05.2011

Zandvoort / NL
13.05. - 15.05.2011

Spielberg / A
03.06. - 05.06.2011

Norisring
01.07. - 03.07.2011

Nürburgring
05.08. - 07.08.2011

Silverstone / GB
09.09. - 11.09.2011

Valencia / E
30.09. - 02.10.2011

Hockenheim
21.10. - 23.10.2011


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Siegerpodest international
Pechvogel vom Vortag gewinnt den sechsten Lauf

Nach einer Pause von vier Wochen traffen sich die Teams und Fahrer der Formel 3 Euro Serie auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring Baden-Württemberg zum Tanz in den Mai. Dort stehen die Saisonrennen vier, fünf und sechs auf dem Programm, in denen der Spanier Daniel Juncadella (Prema Powerteam) seine Führung in der Fahrerwertung verteidigen möchte. Mit dem amtierenden Vize-Champion Marco Wittmann (Signature) und Daniel Abt (Signature) stehen auch zwei deutsche Hoffnungsträger am Start. Außerdem feiert die im Winter neu ins Leben gerufene ‚FIA International Formula 3 Trophy’ im badischen Motodrom ihre Premiere. Den besten drei Fahrern der Trophy-Gesamtwertung winkt die FIA-Superlizenz als Prämie.

Anfang April startete die Formel 3 Euro Serie in Le Castellet in ihre neunte Saison. Erstmals in der Geschichte der Serie wurden drei Rennen an einem Wochenende gefahren und nach allen drei Läufen stand Daniel Juncadella auf dem Siegerpodest (Plätze drei, drei und eins). Sein Prema Powerteam und die Mannschaft Mücke Motorsport kamen in Südfrankreich am besten mit den neu entwickelten, weicheren Kumho-Reifen zurecht und teilten die Siege unter sich auf. Neben Juncadella gewannen auch Rookie Nigel Melker (Mücke Motorsport) und Roberto Merhi (Prema Powerteam) je ein Rennen.

Für Hockenheim haben sich neben den permanenten Euro-Serie-Startern auch drei Piloten des britischen Teams Carlin Motorsport eingeschrieben: Jazeman Jaafar aus Malaysia, der Franzose Tom Dillmann und Carlos Huertas aus Kolumbien. Außerdem hat sich in letzter Minute auch Sandro Zeller (Jo Zeller Racing) aus dem deutschen Formel-3-Cup für einen Gaststart angemeldet.

Daniel Abt (Signature): "Ich freue mich besonders, zum ersten Mal in meiner Karriere im Rahmenprogramm der DTM zu fahren, nachdem ich schon oft als Zuschauer dort war. Wir waren nach dem Saisonauftakt vier Tage testen, was sehr viel gebracht hat. Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir einen großen Schritt nach vorne gemacht haben."

Von 9.45 Uhr bis 11.50 Uhr standen beide Pre-Event-Test bei trockenem und warmen Wetter auf dem Zeitplan. In der ersten Session erwies sich der Spanier Daniela Juncadella (Prema Powerteam) nach acht Runden mit einer Zeit von 1:33,920 Minuten als schnellster Fahrer im Feld, gefolgt von dem Schweden Felix Rosenqvist (Mücke Motorsport) und dem Niederländer Nigel Melker (Mücke Motorsport). Als bester deutscher Fahrer platzierte sich Marco Wittmann (Signature)auf Ranf fünf.

Nach einer kurzen Pause ging es dann zum zweiten Mal hinaus. Gegenüber dem ersten Test wurden die Zeiten nun schneller. Diesmal kam niemand an die Zeit von dem Belgier Laurens Vanthoor (Signature) heran. Er hatte nach 17 Runden die Meßlatte bei einer Zeit von 1.33,424 Minuten gesetzt. Hinter ihm lagen Daniel Juncadella und Marco Wittmann. Felix Rosenqvist und Nigel Melker mussten sich nun mit den Plätzen zehn und neun zufrieden geben.

Das entscheidende Zeittraining, in dem die Startaufstellung für das samstägige Rennen ausgefahren wird, mussten die Fahrer am Freitagnachmittag in Angriff nehmen. Die Führungspositionen wechselten des öfteren. Kurz vor Ende dieses Qualifyings schlug plötzlich der Niederländer Nigel Melker in die Boxenmauer ein. Zuvor hatte sich Roberto Merhi (Prema Powerteam) für das erste Rennen am Samstag mit einer Zeit von 1:33,282 Minuten die Pole-Position gesichert, gefolgt von Daniel Juncadella und Laurens Vanthoor. Im zweiten Zeittraining, welches ausschlaggebend ist für die Startaufstellung des dritten Rennens am Sonntag hatte Marco Wittmann mit einer Zeit von 1:33,152 Minuten das Sagen. Hinter ihm werden Roberto Merhi und Daniel Juncadella am Sonntag ins Rennen gehen.

Marco Wittmann (Signature): "Wir haben im Qualifying eine andere Abstimmung des Autos ausprobiert als beim Test heute Vormittag, was uns geholfen hat. Bei Testfahren vor Hockenheim haben wir gute Fortschritte gemacht. Nun müssen wir die Rennen abwarten, um zu schauen, wie sich die Reifen über die Distanz mit dem Set-up verhalten."

Robert Merhi (Prema Powerteam): "Im Test war mein Auto überhaupt nicht gut, aber wir haben es erfolglreich weiterentwickelt. Im Qualifying war es dann nahezu perfekt und die Balance stimmte."

Der erste Lauf an diesem Wochenende nahmen 16 Piloten am Samstagvormittag bei strahlendem Sonnenschein unter die Räder. Der Start funktionierte ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Weit gefächert ging es auf diese zu und man sortierte sich ordentlich wieder ein. Überall wurde wenig später schon absolute Kampflinie gefahren. Durch die Spitzkehre kamen sie alle gut hindurch. Zwar mussten einige von ihnen weit nach außen, aber zu einer Kollision kam es dort nicht. Nach der ersten Runde hatte sich Roberto Merhi bereits mit 2,2 Sekunden auf und davon gemacht, gefolgt von Marco Wittmann und Felix Rosenqvist. Daniel Juncadella und Laurens Vanthoor hatten an Boden verloren und lagen auf den Rängen sechs und vier.

Im Verlauf der zweiten Runde kam es im gesamten Feld immer wieder zu Positionswechseln. Laurens Vanthoor auf Rang vier fahrend hatte alle Hände voll zu tun, denn er hatte gleich vier Fahrzeuge im Schlepptau. Auch Marco Wittmann auf Platz zwei musste sich harten Attacken von Felix Rosenqvist erwehren. Von alledem bekam der führende Spanier nichts mit, denn er setzte sich Runde um Runde immer weiter ab. Die beiden Rookies im Feld Nigel Melker und Kuba Giermaziak fuhren auf den Plätzen neun und zehn. Zwischenzeitlich war Laurens Vanthoor an Felix Rosenqvist dran und konnte ihn dann niederringen und auf Rang drei vorfahren. Es dauerte nicht lange und Felix Rosenqvist musste sich dann auch noch den Atttacken von Daniel Abt erweisen. Er konnte ihn dann aber nicht halten und hatte damit in einer Runde gleich zwei Plätze verloren.

Unterdessen hatte Laurens Vanthoor von der Rennleitung eine Verwarnung wegen Überfahrens der Streckenbegrenzung erhalten. In der fünften Runde drehten sich Kuba Giermaziak und Tom Dillmann zeitgleich auf der Strecke und fielen damit ans Ende des Feldes zurück. Mit einem Vorsprung von 3,4 Sekunden hatte sich Roberto Merhi vom übrigen Feld abgesetzt. Nigel Melker hatte sich in der achten Runde Carlos Munoz zurecht gelegt und konnte innen in der Spitzkehre an ihm vorbeiziehen und Rang sieben einnehmen. Im hinteren Feld wurde genauso hart gefightet wie um Platz drei zwischen Laurens Vanthoor und Daniel Abt. Carlos Munoz, Kimiya Sato unf Roberto Merhi hatten im Verlauf des Rennens auch eine Verwarnung bekommen. Auch sie hatten die Streckenbegrenzung überfahren.

An der Spitze war Roberto Merhi etwas auf Abwegen unterwegs. Er hatte dadurch etwas an Vorsprung verloren. Mit 2,5 Sekunden führte er aber immer noch das Feld an. Von einer Verwarnung war auch Sandro Zeller auf Rang vierzehn fahrend nicht verschont geblieben. Er hatte auch die Streckenbegrenzung überfahren. In der dreizehnten Runde musste Kimiya Sato mit technischen Problemen in die Box kommen. Einen harten Kampf lieferten sich Daniel Juncadella und Felix Rosenqvist um Platz fünf. Diese beiden lagen aber auch direkt in Schlagdistanz zum Viertplatzierten Daniel Abt. An der Spitze schrumpfte der Vorsprung von Roberto Merhi. Bei noch 17 Minuten zu fahrender Zeit betrug dieser nur noch 1,8 Sekunden. Marco Wittmann kam nun Runde um Runde näher an den Spanier heran.

In der 18. Runde musste Gianmarco Raimondo auf Rang elf liegend sein Rennen früher beenden als geplant, denn bei ihm war das rechte Vorderrad abgeknickt. An der spitze war der Deutsche am Spanier dran und versuchte ihn sich jetzt zurecht zu legen. Kimiya Sato war zum dritten Mal in die Box gekommen und musste nun dort das Rennen aufgeben. In den letzten fünf Runden ging es an der Spitze rund. Immer wieder versuchte Marco Wittmann sich neben Robert Merhi zu setzen, um dann vorbeizuziehen, doch jedes Mal schlug der Spanier ihm die Tür vor der Nase zu. Am Ende reichte es aber dann doch nicht und Roberto Merhi wurde nach 25 Runden als Sieger abgewunken vor Marco Wittmann und Laurens Vanthoor. Nigel Melker kam als bester Rookie auf Platz sieben ins Ziel.

In der Meistershaft führt nun Roberto Merhi mit 65 Punkten vor Daniel Juncadella mit 54 und Marco Wittmann mit 51 Punkten.

Roberto Merhi (Prema Powerteam): "Mein Start war richtig schlecht, aber ich konnte in der ersten Runde davon profitieren, dass meine Verfolger miteinander kämpften. Am Schluss hatte ich ein schönen Duell mit Marco Wittmann. Leider habe ich im Laufe des Rennens einen Rückspiegel verloren, so dass ich manchmal nicht wusste, wo Marco gerade ist. Über den Sieg bin ich sehr glücklich, zumal ich nun auch Tabellenführer bin und mit dem ersten Sieg in der neuen FIA Formula 3 International Trophy sogar Geschichte geschrieben habe."

Marco Wittmann (Signature): "Wir haben in den vergangenen Wochen richtig gute Fortschritte gemacht, nachdem der Saisonauftakt nicht nach unseren Wünschen verlief. Das ich innerhalb einer Runde von Rang fünf auf den zweiten Platz vorfahren konnte, hat mich sogar selbst etwas überrascht. In den letzten acht Runden habe ich mir einen engen und faieren Kampf mit Roberto geliefert."

Laurens Vanthoor (Signature): "Wir waren nach dem Auftakt testen, was sehr viel gebracht hat. Dabei haben wir sowohl die Abstimmung des Autos als auch meinen Fahrstil verbessert. In dem Rennen heute war ich zu Beginn wohl etwas zu vorsichtig. Insgesamt bin ich aber ziemlich zufrieden mit unserer Entwicklung.

Am späten Samstagnachmittag ging es dann für die Formel 3 Piloten nochmals hinaus auf die 4,574 Kilometer lange Strecke, denn jetzt mussten sie ihren fünften Lauf in der Saison 2011 hinter sich bringen. Als sie in der Startaufstellung standen wurde es immer windiger und es zogen dunkle Wolken auf. Das Rennen wurde als Wet-Race erklärt. Da die ersten acht des ersten Laufes in umgekehrter Reihenfolge starten, stand nun Carlos Munoz auf der Pole-Position, gefolgt von Nigel Melker und Daniel Juncadella. Als die Fahrer sich in die Einführungsrunde begaben, hatte Nigel Melker Probleme, denn er blieb stehen. Wenig später konnte er dann doch noch hinterher eilen. Er war dann einfach in seine frühere Position vorgefahren was nicht erlaubt war und somit wurde dieser Start nicht freigegeben. Es wurde nochmals eine Einführungsrunde gefahren und diesmal musste Nigel Melker von ganz hinten starten.

Als es dann endlich los ging, konnte Carlos Munoz seine Position verteidigen und ging als Erster in die erste Kurve. Es dauerte aber nicht lange und er wurde von Daniel Juncadella attackiert. In der Spitzkehre ging alles gut und nach der ersten Runde führte immer noch Carlos Munoz vor Daniel Juncadella und Felix Rosenqvist. Nigel Melker war bis auf Platz vierzehn schon nach vorne gefahren und versuchte sich jetzt Gianmarco Raimondo zurecht zulegen. Die ersten neun Fahrzeuge lagen nach drei gefahrenen Runden immer noch dicht beieinander. Erst danach riss das Feld ein wenig ab. In der fünften Runde war Roberto Merhi an Felix Rosenqvist vorbeigegangen und hatte Rang drei eingenommen. Einen Führungswechsel hatte es nun auch gegeben und zwar musste sich Carlos Munoz Daniel Juncadella geschlagen geben. Für Carlos Huertas war eine Runde später das Rennen neben der Strecke früher beendet als geplant.

In der Schlußphase war Carlos Munoz auf Rang drei zurückgefallen. Platz zwei hatte Roberto Merhi eingenommen. Der Führende hatte sich in der Zwischenzeit mit 2,1 Sekunden auf und davon gemacht. Nigel Melker war bei noch fünf Minuten zu fahrender Zeit auf Platz zwölf vorgefahren. Marco Wittmann, der von Rang sieben aus ins Rennen gegangen war, hatte sich bis Platz vier nach vorne gearbeitet. Die Piloten hatten Glück, denn als das Rennen abgewunken wurde, fing es an zu regnen. Sieger nach zwölf Runden wurde Daniel Juncadella, gefolgt von Roberto Merhi und Carlos Munoz. Marco Wittmann und Nigel Melker kamen auf den Rängen vier und elf ins Ziel.

In der Meisterschaft liegt Roberto Merhi mit 73 Punkten auf Platz eins, hinter ihm Daniel Juncadella mit 64 und Marco Wittmann mit 56 Punkten.

Daniel Juncadella (Prema Powerteam): "Ich hatte sicher Glück, dass Nigel Melker von hinten starten musste. So war ein Auto weniger zwischen Carlos und mir. Als Roberto immer näher kam, wollte ich an Carlos vorbei. Ich dnke, ich haber ihn mit meinem Überholmanöver überrascht. Am Schluss habe ich nur noch gehofft, dass es nicht stärker regnet."

Roberto Merhi (Prema Powerteam): "Vom achten Startplatz auf den zweiten Rang nach vorne zu fahren, ist sicher nicht so schlecht. Daniels Sieg konnte ich nicht mehr gefährden, er war schon zu weit weg."

Carlos Munoz (Signature): "Nach dem Qualifying und dem ersten Rennen, mit denen ich auch nicht zufrieden war, bin ich nun erleichtert über den dritten Rang. Ich habe mich definitiv steigern können. Dani und Roberto haben mich mit ihren Angriffen überrascht, deshalb konnte ich Platz eins nicht erfolgreich verteidigen."

Am späten Abend hatte die Rennleitung ein neus Ergebnis heraus gebracht und zwar wurde Roberto Merhi mit einer Zeitstrafe von 2,4 Sekunden belegt. Dies bedeutete, dass er zwei Plätze nach hinten rutschte und das Rennen damit nur auf Rang vier beendete. Davon profitierten Carlos Munoz und Marco Wittmann, die jetzt die Plätze zwei und drei einnahmen. Die Strafe hatte er wegen Verschaffens eines Vorteils durch Verlassen der Strecke erhalten, indem er sich dadurch vor Marco Wittmann wieder auf die Strecke begab.

Als die Piloten in ihre Startaufstellung zum sechsten Lauf in diesem Jahr standen, hatten sie Glück, denn das Wetter hatte sich gebessert. Zuvor hatte es leicht genieselt und jetzt war die Strecke wieder komplett trocken und die Sonne kam auch heraus. Auch dieser Start ging ohne große Probleme von statten. Der Pole-Setter Marco Wittmann konnte nachdem die Ampel ausgeschaltet wurde, seine Position nicht behaupten, denn er wurde direkt von Roberto Merhi niedergerungen, der das Feld auch in die erste Kurve führte. Einige Piloten aus dem Mittelfeld kamen dort weit nach außen, konnten aber weiter am Rennen teilnehmen. Sehr dizipliniert ging es durch die Spitzkehre hindurch. Überall im Feld kam es schon zu harten Positionskämpfen. Nach der ersten Runde führte Roberto Merhi mit einem Vorsprung von 1,1 Sekunden vor Felix Rosenqvist und Marco Wittmann.

Der Zweitplatzierte hatte einen sehr guten Start, denn er war von Rang fünf aus ins Rennen gegangen. Beim nächsten Umlauf hatte Marco Wittmann sich Felix Rosenqvist zurecht gelegt und seinen Rang wieder zurückerobert. Einen harten Kampf lieferten sich auch Laurens Vanthoor und Daniel Abt. Hier ging es um den sechsten Platz. Im nachhinein musste sich Daniel Abt dann aber Tom Dillmann geschlagen geben und war nun auf Rang acht zurückgefallen. Carlos Munoz auf Platz zehn fahrend hatte eine Armada von sechs Fahrzeugen direkt in Schlagdistanz hinter sich. Hier wartete jeder nur auf einen Fehler um gleich Positionen gut machen zu können. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er war dem Feld mit 2,4 Sekunden auf und davon gefahren.

Nachdem sich Jimmy Eriksson in der siebten Runde in der Spitzkehre verbremst hatte, konnte Daniel Abt wieder auf Rang sieben vorfahren. Für Kuba Giermaziak war das Rennen wegen technischer Probleme in der Boxengasse früher beendet als geplant. Rundenlang fuhren sie dann wie an der Perlenschnur aufgezogen hintereinander her. Nach dreizehn gefahrenen Runden erhielten Gianmarco Raimondo auf Platz vierzehn liegend und Laurens Vanthoor auf Rang sechs fahrend eine Durchfahrtsstrafe wegen Verlassens der Strecke. Nachdem der Belgier seine Strafe angetreten hatte, musste er sich auf Rang 15 wieder einreihen. Kurz zuvor hatte auch Gianmarco Raimondo die Strafe angetreten und befand sich einen Rang vor Laurens Vanthoor. Runde um Runde hatte sich Roberto Merhi weiter abgesetzt. Sein Vorsprung vor Marco Wittmann betrug 3,5 Sekunden.

Die ersten neun Pilotn fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Kimiya Sato auf Platz zehn hatte alle Hände voll zu tun sich Jazeman Jaafar vom Hals zu halten. Zeitgleich versuchte Laurens Vanthoor an Jo Zeller heranzukommen und ihn dann niederzuringen. Es ging hier um Platz dreizehn. Vier Runden vor Schluß konnte der Belgier dann Rang dreizehn einnehmen. Nach einem Verbremser von Marco Wittmann auf Platz zwei war Felix Rosenqvist an ihm dran. Der Schwede hatte jetzt noch eine Runde Zeit, den Deutschen niederzuringen. Genauso eng ging es auch zwischen Carlos Munoz und Kimiya Sato um Platz neun zu. Mit einem Vorsprung von 5,1 Sekunden wurde Roberto Merhi nach 25 Runden als Sieger abgewunken vor Marco Wittmann und Felix Rosenqvist. Als bester Rookie beendete Nigel Melker auf Platz fünf das Rennen.

Roberto Merhi führt die Meisterschaft mit 95 Zählern an vor Daniel Juncadella mit 76 und Marco Wittmann mit 75 Zählern. Nigel Melker hat in der Rookiewertung 53 Punkte auf seinem Konto, gefolgt von Kuba Giermaziak mit 8 Punkten.

Roberto Merhi (Prema Powerteam): "Alles war perfekt. Mein Start war gut, ich konnte mich gleich absetzen und mein Rennen beenden, ohne dass ich am Limit fahren musste. So konnte ich die Reifen während des Rennens schonen."

Marco Wittmann (Signature): "Ich bin nicht glücklich, denn wir waren nicht so gut sortiert wie noch im ersten Lauf am Samstag. Wir müssen das Rennen nun analysieren, damit wir wieder den Anschluss an die Spitze finden."

Felix Rosenqvist (Mücke Motorport). "Ich freue mich über Rang drei. Leider ist das Rennen nur 40 Minuten lang - wären es 45 Minuten, dann wäre ich Zweiter geworden. Meine Strategie war, am Ende des Rennens schnell zu sein, während mein Vordermann Marco Wittmann zu Beginn besser aufgestellt war."

Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!!


CS